Beeinflusst der Pferdefleischskandal unsere Essgewohnheiten? Leben Vegetarier gesünder?

W. R. Wagner @ pixelio.de
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Der Pferdefleischskandal hat Europa aufschrecken lassen. Denn mindestens 6 Monate lang wurden Lebensmittel unter falscher Kennzeichnung eingeführt und verkauft ohne das jemand etwas merkte. Gerade beim Produkt Fleisch ist das besonders vielen Menschen unangenehm. Eingefleischte Vegetarier fühlen sich bestätigt und erneut stellt sich die Frage: "Ist die Fleischlose Ernährung die gesündere?".

Ist die fleischlose Ernährung gesünder, als diejenige, in der Fleisch ein mehr oder weniger wichtiger Bestandteil ist?

Vielleicht hat auch der eine oder andere schon einmal von der These gehört, dass Fleischessen krank macht. Ist da etwas Wahres dran?

 

Nun, hier ist der Umfang des Fleischverzehrs ausschlaggebend. Es gilt als erwiesen, dass Fleisch im Über­maß un­ge­sund ist. Bevölkerungsstudien belegen, dass „eingefleischte“ Fans von Rind, Schwein und Lamm häu­fi­ger an Bluthochdruck, Arterio­sklerose, Über­ge­wicht und Krebs er­kran­ken als Ve­ge­ta­ri­er. Rotes Fleisch begünstigt also die sogenannten Wohlstandskrankheiten und erhöht sogar das Krebsrisiko, eine Studie sagt diesbezüglich, dass der Konsum von sehr viel rotem Fleisch im Dickdarm dieselbe Menge einer Krebs erregenden Substanz zu erzeugen scheint wie ständiger Tabakgenuss. Ein Grund zur Vorsicht! Hinzu kommt der hohe Fettgehalt von Fleisch, Wurst und Pasteten, durchwachsene Fleischstücke können bis zu 40 Pro­zent aus Fett bestehen. Der Risikostoff Cholesterin kommt nur in Be­glei­tung von tie­ri­schen Fet­ten vor, in pflanz­li­chen Le­bens­mit­teln da­ge­gen gibt es kein Cho­les­te­rin. Re­gel­mä­ßi­ge überreichliche Flei­sch­rationen erhöhen des­halb die Ge­fahr von Herz- und Kreis­lauf­er­kran­kun­gen.

 

Nachteilig beim Fleisch wirkt sich auch der Puringehalt aus. Purine sind Bestandteile der Erbinformation von Zellen aller Lebewesen, kommen also auch in pflanzlichen Lebensmitten vor, allerdings vorwiegend in geringerem Maß als in den meisten Fleischsorten. Problematisch sind diese Substanzen, weil sie bei entsprechenden Veranlagungen z.B. Gicht begünstigen können. Von einem Stück Bra­ten hin und wie­der, dem geschätzten Schnit­zel oder dem sporadischen Steak wird aber nie­mand krank. Ganz im Ge­gen­teil: Fleisch bie­tet dem Kör­per viele B-Vit­amine und le­bens­wich­ti­ge Mi­ne­ral­stof­fe wie Eisen, Selen und Zink. Dar­über hin­aus ent­hält Fleisch viel hoch­wer­ti­ges Ei­weiß, das hilft, bei we­ni­ger Ka­lo­ri­en besser satt zu wer­den. Übrigens:Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt einen Fleischverzehr von 300-600g pro Woche, der Welt-Krebsforschungsfond regt dazu an nicht mehr als 300 Gramm rotes Fleisch in der Woche zu essen.

Die Alternative: Vegetarisch

Gabi Eder @ pixelio.de
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Ve­ge­ta­ri­er ver­zich­ten aus moralischen oder öko­lo­gi­schen Grün­den auf Fleisch und Wurst, man­che sogar auf Fisch und ganz stren­ge Ver­tre­ter die­ser Rich­tung, Veganer, neh­men über­haupt keine tie­ri­schen Erzeugnisse zu sich. Im Mit­tel­punkt stehen stär­ke­rei­che Le­bens­mit­tel wie Hül­sen­früch­te, Ge­trei­de und Kar­tof­feln. Ebenso wichtig sind Gemüse und Obst. Folglich werden reichliche Nahrungsbestandteile, wie Vit­ami­ne, Mi­ne­ral- und Bal­last­stof­fe, aufgenommen, die in der gängigen Zivilisationskost oft zu kurz kommen. Durch den eingeschränkten Verzehr von Wurst und Fleisch, sinkt das Ri­si­ko für Stoff­wech­sel­krank­hei­ten er­heb­lich. Da Pflan­zen­kost überdies ka­lo­ri­en­är­mer ist als tie­ri­sche Le­bens­mit­tel, haben Ve­ge­ta­ri­er sel­te­ner Ge­wichtspro­ble­me als aus­ge­präg­te Fleisch­es­ser.

 

Forscher haben ebenfalls festgestellt, dass Vegetarier weniger Probleme mit den oben genannten Zivilisationskrankheiten haben. Kritiker des Vegetarismus sehen in einer eventuellen Unterversorgung mit einzelnen Mineralstoffen oder Vitaminen oder dem Verzicht auf tierische Eiweiße eine Bedrohung für die Gesundheit. Doch unterschiedlichste Studien haben aufgezeigt, dass der Vegetarier bei einer ausgewogenen Auswahl und Kombination von Lebensmitteln durchaus einen besseren Gesundheitszustand aufweist, als der Nichtvegetarier. Nach einer Langzeitstudie des Deutschen Krebsforschungszentrums beispielsweise, leben Vegetarier deutlich länger als der Bevölkerungsdurchschnitt. Aber: Im Vergleich mit Personen, die gelegentlich kleine Mengen an Fleisch oder Fisch essen, ergab sich aber kein gesundheitlicher Vorteil der Vegetarier.

Sind Fleischskandale für Vegetarier Uninteressant?

Michael Bührke @ pixelio.de
Michael Bührke @ pixelio.de

"Das habt Ihr nun davon!". Das mag der ein oder andere überzeugte Vegetarier nach den ersten Meldungen über den Pferdefleischskandal mit Blick auf alle Fleischesser gedacht haben. Doch sind Vegetarier davon wirklich nicht betroffen?

 

Dem aktuellen Pferdefleischskandal liegt das Versagen der Lebensmittelkontrollen zu Grunde. Wie die EHEC-Epedemie mit über 50 Toten vor einiger Zeit in Deutschland zeigte sind nicht nur Fleischprodukte von Manipulation oder Verunreinigung betroffen. Beängstigend ist das es Betrügern über einen Seitraum von mindestens sechs Monaten gelang falsch gekennzeichnete Produkte, in dem Fall Pferdefleisch als Rindfleisch deklariert, einzuführen. Man kann sich Vorstellen wie genau diese Waren auf Medikamentenrückstände oder für Menschen gefährliche Stoffe untersucht wurden.

Fazit

Gesünder lebt wohl der Vegetarier, aber wer hat wohl mehr Spaß beim Essen? Nicht jeder Gaumen ist für ausschließlich vegetarische Kost gemacht, und so muss jeder für sich selbst entscheiden, ob er um der Gesundheit willen seinen Fleischverzehr zurückschraubt.

 

Wir empfehlen auf jeden Fall bei der Auswahl aller Lebensmittel auf die Qualität und nicht nur auf den Preis zu achten. Lieber einmal in der Woche ein gutes aber teures Stück Fleisch als die tägliche Billigware. Verzichten Sie möglichst auf Fertigprodukte und bevorzugen Sie Waren aus der Region.

 

Gönnen Sie sich etwas Gutes!

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Kommentare: 17
  • #1

    Normison (Freitag, 16 Mai 2014 12:15)

    Vegetarier leben nicht unbedingt gesünder. Auch als Vegetarier kann man viel falsch machen und sich verdammt ungesund ernähren.

  • #2

    Ephedrin ohne Rezept (Freitag, 20 Januar 2017 12:15)

    So sieht es aus

  • #3

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